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Grillen

Noch vor dem kochen dürfte das grillen praktiziert worden sein. Damals nahm man Tierhäute oder Tiermägen und Därme und stopfte das Fleisch hinein, anschließend legte man es in die Glut eines Feuers beziehungsweise daneben, der Vorläufer der Wurst wie wir sie heute kennen war geboren.

Teilweise wurden auch schon früh so genannte Erdöfen verwendet. Dabei wickelt man die zu grillenden Speisen beispielsweise auch in Blätter und legt diese dann in den Ofen, neben die heißen Steine die als Wärmequelle dienen (in manchen Ländern gibt es diese Öfen noch heute). Der Ofen kann sich nun in einer Erdmulde oder einer Fels Spalte befinden und wird zusätzlich mit Steinen und anderem Material abgedichtet, so dass die Wärme nicht entweichen kann.

Der zu schmorende Inhalt wird dabei über einen langen Zeitraum schonend gegart. Die einfachste und ursprünglichste Methode ist natürlich ein geeignetes Stück Grillgut mit Hilfe eines angespitzten Stocks über die Glut zu halten. Das grillen erfreut sich auch heute noch größter Beliebtheit, insbesondere im Sommer machen sich ganze Familien und Vereine auf um in den lauen Abendstunden dem Genuss von gutem Essen und alkoholischen Getränken zu frönen.

Allerdings haben sich gerade in letzter Zeit besorgte Wissenschaftler geäußert die die Meinung vertreten dass die beim grillen frei gesetzten Stoffe teilweise Krebs erregend seien. Hier ist zu beachten dass es weniger Krebs erregend sein soll wenn das Produkt neben der Glut und nicht darüber zubereitet wird. Auch soll es verschiedene Gewürze geben die die giftigen Stoffe neutralisieren, zum Beispiel soll Bier verhindern dass die giftigen Stoffe sich im Fleisch ablagern. Auch die Beigabe von Thymian, Senf oder Oregano soll dieses bewirken. Bier benötigt man eventuell auch zum löschen der Flammen, dabei sollte man allerdings äußerst vorsichtig vorgehen, sonst schmeckt entweder das ganze Fleisch nach Bier und Rauch oder man hat nicht mal mehr eine Glut mit der man es zu Ende grillen könnte. Am Besten schüttelt man das Bier ein wenig, dreht die Flasche in Richtung Feuer, während man den Flaschenhals mit einem Finger verschließt und dann vorsichtig zur Seite schiebt.

Insbesondere in dicht besiedelten Städten und in Mehrfamilienhäusern gibt es häufiger einmal Streit wegen der mit dem grillen verbundenen Geruch´s und Lärm Belästigung. Das grillen kann einem zwar nicht grundsätzlich verboten werden, es empfiehlt sich aber doch dass man sich gütlich mit seinen Nachbarn einigt und unter Umständen auch auf eine Grillstelle in der freien Natur ausweicht. Diese werden von den Städten und Gemeinden eigens ausgewiesen. Leider kann es auch hier zu Streit kommen, da insbesondere wenn Grillsaison ist viele hungrige Gruppen sich einen einzigen Platz teilen müssen. Man kann sich vorstellen dass eine Familie mit Kindern nicht unbedingt mit einer Motorrad Gang harmoniert beziehungsweise umgekehrt.

In manchen Gemeinden muss man sich auch explizit anmelden, das hat dann aber den Vorteil dass man den Platz auch wirklich für sich hat oder sich im Notfall zeitig nach einer anderen Lösung umsehen kann..


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